Rezension ...

... zur Produktion
sic001-2 Ingeborg Hischer
singt Lieder von Schubert, Brahms, Wagner, Strauss

Braunschweiger Zeitung (20.12.1997)
  Liebende Seele, ...

... Gewiß, das Repertoire der ersten SICUS-CD Ingeborg Hischer singt Lieder von Schubert, Brahms, Wagner, Strauss (sic 001-02) bewegt sich durchaus im Rahmen des Bekannten und Bewährten, doch wem sollte man daraus einen Vorwurf machen? Zumal der Sängerin in Franz Schuberts Goethe-Vertonungen „Ganymed“ und „Gretchen am Spinnrade“ ein Optimum an inhaltlicher Ausdeutung gelingt. Bewegende Aufschwünge einer liebenden Seele spiegelt Hischers warmer Mezzosopran, der aber auch die Nachtseiten des Lebens, so in Brahms' „Der Tod, das ist die kühle Nacht“, einfühlsam nachzeichnet.
Daß die Sängerin einer einmal eingeschlagenen Interpretationslinie treu bleibt ... zeigen Wagners „Wesendonk-Lieder“: Insgesamt eine reife, hörenswerte Einspielung, übrigens aufgenommen im Kleinen Saal der Braunschweiger Stadthalle, wodurch ein herkömmlichen Studioproduktionen überlegener Raumklang entsteht. Als einfühlsamer pianistischer Begleiter betätigte sich Christian Hammer, seit 1990 Musikdirektor in Halberstadt und zuvor Solorepetitor am Staatstheater Braunschweig.

 


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